Daiichi Sankyo Europe

Synchronisierung von SAP HCM und Active Directory

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Daiichi Sankyo Europe

  • Die Personalstammdaten aus SAP HCM dienen als Grundlage für die Nutzerdaten im Active Directory. Über eine Schnittstelle in User Management Resource Administrator (UMRA) findet ein automatischer Datenabgleich zwischen den Systemen statt
  • Die Personalstammdaten aus SAP HCM werden für eine Vielzahl angeschlossener Windows-Applikationen sowie unternehmensspezifische Anwendungen synchronisiert. Damit verfügt DAIICHI SANKYO Europe über einen einheitlichen Standard bei den Nutzerdaten
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Synchronisierung von SAP HCM und Active Directory - auch für die Rechtevergabe

Daiichi Sankyo vereint die Erfahrung von zwei japanischen Pharmaunternehmen mit hundertjähriger Geschichte in einem weltweit tätigen Konzern. Entwickelt und vermarktet werden Arzneimittel in den Bereichen Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes- und Stoffwechselerkrankungen sowie Knochen- und Gelenkleiden. In Europa betrug der Umsatz von Daiichi Sankyo 506 Millionen Euro im Jahr 2008, beschäftigt werden dort etwa 2.400 Mitarbeiter. Dabei arbeiten Marketing- und Verkaufsniederlassungen in zwölf europäischen Märkten dafür, die Produkte des Unternehmens zu vertreiben. Die deutsche Repräsentanz von Daiichi Sankyo Europe befindet sich in München und ist unter anderem dafür zuständig, etwa 1.400 Nutzeraccounts der Mitarbeiter zu verwalten. Mit Hilfe dieser Accounts regelt die IT die Zugriffsrechte auf eine Vielzahl von Applikationen.

Chancen beim Umbau der Infrastruktur

Die Zugriffsregeln für die internen Anwendungen und eine Vielzahl nutzerspezifische Rechte werden bei Daiichi Sankyo Europe vom Active Directory von Windows vorgegeben. Im Rahmen umfassender Veränderungen wurde diese Struktur noch weiter zentralisiert und zusätzliche Anwendungen angeschlossen. So konnte das Unternehmen daran gehen, die Prozesse im Rahmen des Nutzermanagements gleichzeitig zu zentralisieren und zu automatisieren. Bislang erfolgte die Rechtevergabe weitgehend manuell auf Abteilungsebene, wie Marco Levenhagen, Manager IT APS Administration und SAP HCM Systembetreuung erzählt. "Dabei unterschieden sich häufig die Schreibweisen von Namen oder sonstigen Attributen. Stellenweise standen etwa Titel beim Namen und teilweise nicht." Sogar die Abteilungsnamen wurden manuell gepflegt und führten daher zu Unklarheiten. Im Rahmen der anstehenden Veränderungen ging es darum, eine Lösung für die unternehmensweite Vereinheitlichung der Nutzerdaten zu finden.

"Die Grundidee dieser Vereinheitlichung ist es, die vorhandenen Stammdaten aller Mitarbeiter aus der SAP Personalverwaltungssoftware auch für die Rechtevergabe im Active Directory zu nutzen."

Marco Levenhagen, Manager IT APS Administration und SAP HCM Systembetreuung

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Alle Stammdaten direkt aus SAP HCM

Die Grundidee dieser Vereinheitlichung ist es, die vorhandenen Stammdaten aller Mitarbeiter aus der SAP Personalverwaltungssoftware auch für die Rechtevergabe im Active Directory zu nutzen. Levenhagen musste daher zunächst den Markt genau analysieren, um eine geeignete Lösung zu finden, die die beiden Systeme verbindet. "Einerseits war uns die sehr technische Umsetzung direkt aus SAP heraus zu komplex. Andererseits können nur wenige Dienstleister passende Lösungen auch in unserem Umfeld realisieren." Dem IT-Manager ging es vor allem darum, größere Umbaumaßnahmen seiner Softwarestruktur zu vermeiden. Levenhagen entschied sich daher für User Management Resource Administrator (UMRA) von Tools4ever. "Dabei ruft lediglich eine kleine Schnittstelle bestimmte SAP-Funktionalitäten ab und holt sich damit die nötigen Daten für die Anlage der User."

Die Vorbereitungen für den Einsatz von UMRA auf Seiten von Daiichi Sankyo Europe hielten sich in Grenzen. "Wir mussten eigentlich nur das Active Directory aufräumen", erinnert sich Levenhagen. Mit Hilfe der Datenvorgaben des Pharmaunternehmens konfigurierten die Spezialisten von Tools4ever Scripte von UMRA, so dass die richtigen Daten für die Anlage der User an das Active Directory fließen. "Wir haben uns zunächst darauf geeinigt, welche Daten sinnvollerweise aus SAP HCM zu ziehen sind und dann ein Feldmapping auf das Active Directory gemacht." Mit diesen Vorgaben konnten die Beteiligten die UMRA-Schnittstelle direkt anbinden. Ergebnis ist eine Übernahme der Stammdaten aus SAP HCM für die Rechtevergabe ohne größere Eingriffe in die Software von Daiichi Sankyo Europe.

Unterschiedliche Anwendungen synchronisiert

Für Levenhagen hat die Einführung von UMRA eine spürbare Verbesserung gebracht, weil nun die Personalabteilung unternehmensweite Standards setzt. "Diese werden durch alle Systeme durchsynchronisiert. Gerade bei Wechseln in der Organisationsstruktur vereinfacht das unsere Arbeit erheblich." So kommen die Daten aus SAP automatisch über UMRA ins Active Directory und werden beispielsweise für Microsoft Exchange und Sharepoint synchronisiert. So sind nun etwa die Adressbucheinträge einheitlich, es ist eine umfassende Mitarbeitersuche möglich und die gesamte Organisationsstruktur wird korrekt abgebildet. Weil jeder Mitarbeiter einbezogen wird, der einen Userstammdatensatz benötigt, freut sich Levenhagen über den einheitlichen Standard bei allen Applikationen. "Bislang haben wir UMRA nur in Deutschland eingeführt, aufgrund der positiven Erfahrungen soll es jedoch in Zukunft europaweit zum Einsatz kommen. Zusätzlich ist die Synchronisation der SAP-Benutzerstämme aus dem Active Directory geplant."